Kulinarisches auf der RPC

Nicht immer kann man ein Bento für den Tag mitnehmen. Wenn Frau Bentomacherin und Herr Bentomacher mehrere Tage in Sachen „Spiele“ unterwegs sind wird meist in Jugendherbergen übernachtet. Da kann man für die Reise etwas vorbereiten, eventell auch für den ersten Tag haltbare Dinge einpacken. Aber spätestens am zweiten Tag wird es mit dem Gemüseschnibbeln zwischen Bett und Gepäckschrank schwierig. Also muss vor Ort etwas erjagt werden.
Weil der ganze Tag mit Aufbau, Spieleerklären, mit alten Freunden tratschen und ähnlichem vollgestopft war hat es mit dem „wir testen ganz viel Essen und machen viele tolle Fotos“ leider nicht so ganz funktioniert wie geplant.

halle

Die RPC, Role Play Convention, ist offiziell eine Messe zum Thema Rollenspiel. Computerspiele sind dort aber genau so vertreten wie klassische Brett- und Kartenspiele, diverse Zinnfigürchen-Spiele, P&P-Rollenspiele und generell viele „Geek-Sachen“. Hornbrillige Gesellschaftsspieler, Comicliebhaber, Sci-Fi-Fans und Extrem-Computerspieler rennen zwischen verkleideten Manga- und Anime-Liebhabern herum. Man trifft Fantasy-Mittelalter-Leute in Fellen, unbekleidete ausgesprochen leicht bekleidete Frauen und Männer jeder Gewichtsklasse, Filmfiguren und Comiccharaktere in mehrfacher Ausführung sitzen daneben und hören sich mit Stormtroopern und viktorianischen Gentlemen Workshops über „Fantasy-Schreiben für Anfänger“ oder den Vortrag über die baldige Neuerscheinung eines neuen Computerspiels an.

Außen um die Messehallen ist ein mittelalterlicher Fantasy-Markt aufgebaut. Mit Livemusik-Bühnen, Händlern (Schmuck, Kunsthandwerk, historisch angehauchtes, Amazonenrüstungen aus schmalen Lederbändern und einigen kleinen Fellstücken…) Essensbuden – man kann wirklich nette Dinge finden. Favorit von Frau Bentomacherin ist McOnis Handelskontor.

draußen

In den Hallen kann man Spiele spielen, es gibt Turniere, Workshops, Lesungen, Bühnen und sehr, sehr viele Verkaufsstände. Von alten DVD-Raritäten über Independent-Verlage bis zu plüschigen Manga-Stofftierchen und Massen an Fanartikeln ist alles dabei.

standpegasus

Und was gibt es auf dieser merkwürdigen Veranstaltung nun zu essen?

Viel! Und leider in vielen Fällen zu den klischeehaft teuren Messepreisen. Gerade das Messecafé und die scheinbar zu den Hallen gehörenden Verkäufer nehmen für wenig viel Geld. Gerade Getränke seien angeblich furchtbar teuer gewesen.
Ein Glück, das Frau Bentomacherin und Herr Bentoesser am Stand von Pegasus Spiele ausreichend verpflegt wurden. Getränke gabs und auch Brötchen für die versammelte Mannschaft.

broetchen

Ansonsten konnte man besonders im Außenbereich fündig werden. Fladen aus dem Ofen, Viel-Fleisch-Am-Spieß und ähnliche Mittelaltermarkt-Sachen. Überrascht hat „Vegetarix“, beziehungsweise der Andrang davor. Denkt man doch eher, dass besonders die ganzen kräftigen, männlichen Besucher mit Fellausrüstung oder Metallgruppen-Shirt die Bockwurst um die Ecke vorziehen würden.
Nächstes Jahr müssen die Falafel unbedingt probiert werden!

vegetrarix

Spannend sah auch das Bauernbrot aus dem rauchigem Ofen aus. Aber für die Größe auch nicht ganz günstig (ok, wesentlich besser im Preis-Leistungs-Verhältnis als die messeeigenen Stände).

speisekarte

Herr Bentomacher entschied sich für einen leckeren Baumstriezel mit Zimt. Auch nicht günstig, leider. Fülle aber den Magen wesentlich mehr als es nach dem Anschein gedacht war.
Frau Bentomacherin hätte eher an eine Herstellung auf einem über Feuer gedrehtem Dorn gedacht. Ähnlich wie sie es von manchen Baumkuchen-Bäckereien kennt. Vor Ort sah die Machart allerdings eher nach Brathühnchen aus. Schmeckte aber anders. 😉

striezelschildzimtstiezel

Innen gab es noch den Stand der „Hanf Beckerey“. Sehr versteckt auf dem großen Assassins-Creed-Promostand. Leider war keine Zeit mehr dort zu testen. Hört sich aber zumindest nicht alltäglich an.

hanfbäcker

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