Reis färben ohne Lebensmittelfarbe

Gerade, wenn man seine Lunchbox dem traditionellen Bento aus Japan anlehnt, kommt man an Reis nicht vorbei. Eng gestopft bildet der in den kleineren japanischen Dosen den Sättigungs-Kohlehydrat-Anteil.
Gerne wird dafür der Reis mit einer Umeboshi – gesäuerten japansichen Pflaume – angerichtet. Hier haben wir das versucht aber Herr Bentoesser ist davon nicht besonders begeistert. Aber man kann den Reis auch in Sushi oder Onigiri verwandeln.

Wer lieber hübsche Motive oder Verzierungen möchte, der stößt irgendwann auf gefärbten Reis. Oft wird dafür Lebensmittelfarbe in das Reis-Kochwasser gegeben. Davon ab, dass ich Lebensmittelfarbe nicht besonders mag, finde ich gefärbtes Kochwasser im Reiskocher nicht besonders schön oder praktisch.

Mein Reiskocher ist dieser hier. Einer der größeren Sorte. Die Farbe müsste man ständig wieder von dem Kochbehälter schrubben und dazu habe ich keine Lust. Ich habe ihn doch schließlich, damit das Kochen einfacher wird!

Reiskocher für den gefärbten ReisWie färbe ich denn den Reis?

Als erstes wird natürlich welcher gekocht. Im Reiskocher gibt meistens die Anleitung an, bei welcher Sorte man wieviel Wasser braucht. Ansonsten tut es hierfür auch ein normaler Topf.
Die Sorte ist Geschmackssache und hängt von der Verwendung ab. Wird gerollt oder geformt? Dann sollte es etwas mehr kleben. Dafür nehme ich Sushireis (japanischen Rundkornreis). Milchreis funktioniert für grobe Sachen genauso.
Ansonsten funktioniert für das Färben Basmati genau wie Klebreis oder Wildreis. Je dunkler, desto schwieriger wird es natürlich, die passende Farbe zu bekommen.

Lebensmittel, die Färben

Ich vermenge den frischen Reis aus dem Reiskocher mit dem „Farbstoff“, den ich möchte. Hinzugeben und einfach gut umrühren. Wenn der Reis noch warm und feucht ist verbinden sich trockene Stoffe besser damit. Gibt man etwas Flüssiges dazu, kann es auch gerne schon abgekühlt sein. Das ist aber absolut Geschmacks- und ein wenig Übungssache.
Aber ehrlich: Wer achtet denn schon darauf, ob die eine Seite des Reises nicht so gut durchgefärbt ist wie die andere?
Manche Stoffe schmeckt man im Reis, andere sind ziemlich geschmacksneutral. Für Gelb-orange-rot-Töne in süßen Reis ist natürlich Obstpüree oder Marmelade die beste Wahl.

Ich habe den Reis dieses Mal mit ein paar relativ einfachen Zutaten gefärbt:

Mit Lebensmitteln gefärbter Reis

  • Safran. Einfach das Pulver mit einem Eßlöffel Wasser gemischt und in den Reis gerührt. Schmeckt man nicht wirklich.
  • Kurkuma. Hier funktioniert das Pulver sogar direkt, wenn der Reis noch nicht ganz trocken ist. Man braucht auch nicht viel und schmeckt ebenfalls kaum etwas. Es können Spuren in den Dose zurückbleiben.
  • Sojasauce. Sorgt für den salzigen Geschmack und färbt gleichzeitig irgendwas zwischen gelblich und braun. Zu viel wird nicht nur schrecklich salzig sondern matscht auch besonders gut.
  • Rotkohlsaft. Entweder vom selbstgekochten Kohl or aus Glas oder Konserve. Die geringe Menge, die man benötigt, ändert den Reisgeschmack kaum.
  • Rotkohlsaft mit etwas Zitrone. Rotkohl ändert seine Farbe mit dem PH-Wert. Packen wir eine Säure dazu – Zitrone funktioniert genauso wie Essig – wird es deutlich röter.
  • Rote Beete. Wenn man es Pink möchte! Schmeckt man auch kaum, färbt aber auch die Box sehr gut. Also etwas Vorsicht.
  • Rotkohlsaft mit einer Prise Natron. Es wird blau! Dafür reicht wirklich wenig Natron, nur nicht überfrachten. Natron schmeckt man sonst schneller aus dem Reis heraus als den Kohl.
  • Grünes Pesto. Würzt gleichzeitig den Reis. Rotes funktioniert vermutlich genaus. Praktisch, wenn man gleich noch den Geschmack ändern möchte.
  • Spinat. In diesem Fall junger, roher Blattspinat püriert. Gekocht wird die Farbe deutlich dunkler und vermischt sich nicht so schön.

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